Die Porschebahn

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Berlin 1955

Dortmund 59

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Hamburg 63

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Die Porschebahn - eine Chronik in Bildern

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Heinz Grandmontagne

Die Porschebahn im Deutsch Französischen Garten 1960 in Saarbrücken

Entstehung:

Die Fa. wurde im Jahr 1960 von Henry Escher (Henry Escher KG. Dortmund und Heinz Grandmontagne
(Saarmesse GmbH. Saarbrücken) als Messe und Ausstellungsbahnen GmbH. (MAB) zur Eröffnung der Deutsch-Französischen Gartenschau gegründet.
Der Fahrbetrieb wurde Ostern 1960 mit 3 eigenen Zügen eröffnet. Es wurden im Eröffnungsjahr ca. 500.000 Fahrgäste befördert. 1960 kam, leihweise von der Fa. Henry Escher KG., noch ein  4. Zug (grün) zum Einsatz.
Die Fa. Henry Escher KG. Dortmund stieg als Gesellschafter 1961 aus und die Fa. MAB wurde eine selbstständige Tochter der Saarmesse GmbH. Saarbrücken.

Technik 1960:

     Lok:      Hersteller: Sollinger Hütte Uslar im Solling.
                   Porsche Bootsmotor 1600 ccm 46 PS (Rumpf vom Porsche 356) jedoch mit Zusatz-
                   Ölkühler. ZF-Getriebe vom Hanomag-LKW angeflanscht an Verteilergetriebe der
                   Fa. Sollinger Hütte Uslar. Antrieb durch 2 Achsen der Fa. Prometeus Berlin.
                   Karosserie: Handanfertigung der Fa. Piotrowski Hamburg. Vordere Kotflügelfront und
                   Motorhaubenoberteil vom DKW 3=6, Grill vom Magirus-LKW.
                   Lokgewicht 5,5 To. davon ca. 3,5 To. Ballastgewichte (4x)
                   Ab 1970 Umbau auf  Käfermotoren 1300 ccm und 1500 ccm.
                   Ab 1975 Umbau der Lok blau auf Peugeot-Motor vom 404, 1979 auf 504.
                   Ab 1995 Umbau der Lok rot auf DEUTZ-Diesel F4L 1011, 2,8 ltr. 54 PS.

   Hänger:   Handanfertigung der Fa. Piotrowski Hamburg, Leergewicht je Hänger 2 To.
                   30 Sitzplätze, 2 Drehgestelle mit je 2 Achsen, Einkreisluftbremse mit Bremsklotz
                   pro Rad. Rockinger-Kupplung hinten, Zugstange vorn.

                   Leergewicht des Zuges 11,5 To.    Gesamtgewicht ca. 17,5 To.              

.

Diese 2. Serie bestand aus 3 Zügen . Diese wurden für die Deutsch-Französchische Gartenschau 1960 gebaut und gingen an die Messe- und Ausstellungsbahnen GmbH in Saarbrücken.

Im Gegensatz zu den ersten 4 Zügen der sogenannten 1. Serie von Dortmund 1959  wurden einige Veränderungen vorgenommen.

Diese Loks wurden etwas verbessert.(2. Serie)  Der Porsche-Bootsmotor 1600 / 46 PS wurde eingebaut. Dieser Motor war total verkapselt, hatte gesonderte Kühlluftzufuhr von oben und die Abluft ging über den gekapselten Auspufftopf ins Frei. Die Loks hatten im Gegensatz zu der 1. Serie keine Krückstockschaltung mehr. Es wurde ein ZF-Getriebe mit Fernschaltung eingebaut. Die Räder der Lok wurden mit gummigefederten Rädern versehen. (Bochumer Rad) Auch das Verteilergetriebe ließ sich jetzt in der Fahrtrichtung umschalten. Die elektrische Anlage wurde auf 12 Volt umgebaut. Ein Magirus-Sirius Kühlergrillgitter wurde in die Motorhaube eingesetzt. Die seitlichen Bullaugen wurden von 4 auf 3 verringert. Das gesamte Oberteil konnte jetzt aufgeklappt werden, nicht nur der Deckel. Die Karosserie war zweigeteilt, so das man das vordere Teil bis zum Fahrerhaus einzeln abbauen konnte. Die Hänger wurden fast unverändert weiter gebaut.

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Ersatz.Bootsmotor mit Getriebeeinheit                                     und einer Antriebsachse                                    abnehmbares Vorderteil                                wurde wieder angebaut.

Die Anlage bestand 1960 aus 3 Zügen (rot, gelb und blau), einer Lokhalle mit 3 Stellplätzen für die Züge.
Eine Fahrstrecke mit ca. 2,1 km Rundkurs und 3 Bahnhöfen. Die gesamte Schienenlänge beträgt 2,4 km einschl.
Ausweich- und Rangiergleise. Die grösste Steigung beträgt 6%. Spurweite 600 mm. Schiene S18. Schienenhöhe 93 mm

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Im Frühjahr 1960 wurde noch eifrig an der Lokhalle gearbeitet. Der grüne Zug mit der 5. Lok aus Dortmung war schon angekommen

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Die Arbeiten gingen flott voran und die Mannschaft war auch schon in den Startlöchern.

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Die Bauarbeiten am Haupeingang mußten auch noch zum Abschluß gebracht werden - hier der Bahnsteig am Haupteingang

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Die Probe und Testfahrten wurden erfolgreich durchgeführt  -

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Hier mal noch ein Ausschnitt aus der Saarbrücker Zeitung vom April 1960 (Der Fahrer ist der Autor)

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Der grüne Zug mußte aus Platzmangel draußen übernachten                                                   der rote Zug am Nordbahnhof  - im Hintergrund noch der Schlackenzug

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Der blaue Zug in der Südkurve                                                                                                           der gelbe Zug bei der Talfahrt

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Der Autor 1960 und die Reserve Lok  aus Dortmund

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Der rote Zug im Tal der Blumen

Ende 1960 ging die Reservelok mit den grünen Hängern wieder zurück nach Dortmund. Der rote Zug war 1963 nach Hamburg ausgeliehen. Der gelbe Zug wurde 1967 in Karlsruher Schloßgarten eingesetzt, wo er bis heute noch ist.

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1965 kam ein blauer Zug aus Hamburg zurück und ging 1967 nach Karlsruhe                             Heute existieren noch 2 fahrbereite Bahnen

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Die Züge 2011

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Eine Ära geht zu Ende
Wolfgang Schöneich im Interview

Auszug aus aktueller Bericht vom SR3, September 2011 v. Cristine Merziger

Die Gartenschau-Bahn kommt nicht aufs Abstellgleis



Auszüge aus Saarbrücker Zeitung 2011,   SZ-Redakteur Martin Rolshausen

Die Messe könne die Bahn nicht mehr betreiben. Und der Lokführer der  ”Bimmelbahn” werde jetzt auch schon 75 Jahre alt, erklärt Eric  Grandmontagne die Trennung vom Traditionsobjekt. Wolfgang Schöneich, der schon bei der Jungfernfahrt am 15. März 1960 am Steuer saß, hat beim  DFG-Jubiläum 2010 schon angekündigt, nicht mehr ewig am Steuerstand zu  sitzen.

Schöneich und Grandmontagne haben sich also auf die Suche gemacht. Es ging darum, jemanden zu finden, der die Bahn nicht nur fahren, sondern auch warten  kann. (Sonst müsste sie verschrottet werden) So jemand ist nun gefunden,  wie Eric Grandmontagne der SZ bestätigt.

Der Saarbrücker Autoverwerter Lothar Westrich werde die Bahn übernehmen.  Westrich hat bereits eine andere DFG-Institution vor dem Schrottplatz  gerettet. Er sollte die Seilbahn eigentlich abreißen, hat sich dann aber im Sommer 2006 entschieden, die eingerostete Gondelbahn wieder flott zu machen. ”Bei Herrn Westrich ist auch unser Zug in guten Händen”, da ist sich Eric Grandmontagne ganz sicher. Ab April soll die Bahn wieder  fahren, sagt Lothar Westrich.

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